Letztes Update: Sun May 18 21:45:23 MET 1997
Mit Hilfe von neuen Empfängern mit höherer Empfindlichkeit und ohne nachgeschalteten Bandpaß konnten wir die Laserstrecke auf 115 kbps "aufbohren". Die baugleiche Photozelle ermöglicht es, auf Empfängerseite wesentlich kleinere Linsen zu verwenden, während der Sender weniger scharf gebündelt sein muß. Eine angenehme Begleiterscheinung dieses neuen Bauteils ist außerdem eine deutlich höhere Toleranz gegenüber dem wahrscheinlich thermisch bedingten "wandern" der Laser, so daß die Verbindung wesentlich weniger Störanfällig geworden ist:
--- gate102.sdrz.free.de ping statistics ---
1002 packets transmitted, 1000 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max = 28.0/30.2/40.0 ms
get LAMB.EXE
local: LAMB.EXE remote: LAMB.EXE 200 PORT command successful.
150 Opening BINARY mode data connection for LAMB.EXE (317088 bytes).
[###...]
226 Transfer complete. 317088 bytes received in 32.3 secs (9.6 Kbytes/sec)
Ein weiteres Plus ist die Tatsache, daß der dem alten Empfänger nachgeschaltete Inverter nun wegrationalisiert wurde, was die Kosten immerhin ein wenig nach unten drückt. Auch was die Fokussierung der Laser angeht haben wir uns auf etwas Preisgünstiges besonnen: Mit Hilfe von einer mit Alu-Winkeln gefertigten "optischen Schiene" und mehrerer Tele-Objektive vom Flohmarkt werden wir noch im Laufe der Woche versuchen, die Laser der zweiten Strecke (Haus 102 <-> Haus 110) zu bündeln und die zweite Laserstrecke in Betrieb zu nehmen.
Tim Skopnik
Letztes Update: Tue Dec 31 18:34:29 MET 1996
Hartmut Müller
Letztes Update: Sat Dec 14 15:14:34 MET 1996
Hartmut Müller
Letztes Update: Mon Nov 4 23:19:43 MET 1996
--- walhallah.sdrz.free.de ping statistics ---
3762 packets transmitted, 3762 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max = 71.4/159.9/1736.7 ms
Wie der SDRZ-Laserspezialist schon erkannt hat, läuft der
Link immer noch mit 38.400 kBit. Wir werden die Sache nochmal mit einer
neuen Optik austesten. Während des Tests wurde übrigens schon eifrig
gesurft!
Ein Wehrmutstropfen bleibt noch: Wir sind noch nicht dazu gekommen, neue
Optiken zum Testen zu bestellen. Allerdings scheint das nicht das grosse
Problem zu werden, weil wir zur Not auch passend geschliffene Linsen direkt
mit dem Laser in die Harzkugel eingiessen könnten. Leider würde damit
sowohl der Laser als auch die Optik bei Giessfehlern unbrauchbar. Wir kümmern
uns also um vernünftige Optiken...
Tim und ich haben jetzt den Betatest eingeläutet, weil wir es Leid sind,
die einzigen zu sein, die Verbesserungsvorschläge machen. Ihr könnt Euch
JETZT einen eigenen VolXlaser unter laser@wallace.free.de "bestellen",
der nach Euren Wünschen (Experimentierplatine gross, Streicholzschachtel-
Format, mit oder ohne Justiereinrichtung) erstellt wird. Dafür wollen
wir aber auch was haben: 1. Geld, 2. Erfahrungen!
Los gehts! Bestellt schonmal, wir kümmern uns noch um die Optik!
Hartmut Müller
Letztes Update: Tue; Oct 15 23:21:45 MET DST 1996
Nach mehreren Nächten eifriger Justierarbeit ist das vorläufige
Ziel erreicht: Der VolxLaser ist zwischen zwei Häusern im Studentendorf
in Betrieb!
Die technischen Daten der Verbindung können sich wirklich sehen lassen:
Wir übertragen auf 20m Distanz mit momentan 38.4 kBit/sec, die noch
auf mindestens 57.6 erhöht werden können. Bei guter Ausrichtung
sind 115 kBit/sec durchaus noch realistisch, allerdings werden nur wenige
serielle Schnittstellen eine so hohe Geschwindigkeit ohne Verzerrungen
anbieten. Round-Trip-Zeiten liegen zwischen 60-100msec und sind von der
Übertragungsgeschwindigkeit abhängig sowie wie bei einem Modem
stark von den gerade parallel dazu übertragenen Datenmengen. In der
Regel ist der VolxLaser jedoch erheblich schneller, da er über keinerlei
eigene Intelligenz verfügt. Der folgende Ping wurde heute abend gestartet,
als gerade ein wenig Regen einsetzte:
--- timgate.sdrz.free.de ping statistics ---
531 packets transmitted, 441 packets received, 16% packet loss
round-trip min/avg/max = 69.8/81.3/120.1 ms
Meiner Meinung nach eigenet sich eine Netzanbindung
mittels VolxLaser auf keinen Fall dazu, wichtigere Netzwerkknoten zuverlässig
anzubinden, da die Verbindung sehr witterungsabhängig ist. Bei starkem
Regen oder Nebel kommen nur noch wenige Prozent an Paketen sauber an. Dieser
Effekt wird selbstverständlich bei zunehmender Übertragungsstrecke
grösser.
Weiterhin sind die Probleme einer stabilen Ausrichtung sowie die Beschaffung
einer guten Optik zur Bündelung des Laserstrahls geblieben. Es sollte
sich also jeder dazu Gedanken machen, der Interesse an dem Projekt hat
und den VolxLaser selbst nutzen möchte. Tim hat den Laser für
den heutigen Versuch gegenüber kleinen Ungenauigkeiten bei der Justierung
desensibilisiert, indem der Strahl aufgeweitet und der Empfänger empfindlicher
gemacht wurde. Wir hatten dadurch heute mehrere Stunden eine stabile Netzverbindung
geschaffen. Ich sehe das Projekt als vollen Erfolg, da unser seit mehr
als einem Jahr bestehendes Problem der drahtlosen Vernetzung nunmehr zur
Zufriedenheit gelöst wurde.
Hartmut Müller
Letztes Update: Sun Sep 29 16:32:44 MET DST 1996
Heute abend wird Tim
mit einer frisch geätzten Platine aus seiner Platinenschmiede
in Mettingen zurückehren. Die restlichen Bauteile werden Mitte kommender
Woche vorraussichtlich eintreffen, so dass mit einem ersten Funktionstest
bis zum Wochenende zu rechnen ist.
Die erste Platine haben wir aus Kostengründen, aufgrund des Platzbedarfs
und der schwierigen Bauteilebeschaffung wieder verworfen. Unsere jetzige
Rev. 1.0 - Platine kommt mit einem Platzbedarf von ca. einer 3,5 Zoll-
Diskette in der Test- und Messversion aus, die schon fertig layoutete Platine
für die "Produktion" liesse sich problemlos in eine Zigarettenschachtel
einbauen. Zum Betrieb notwendig ist nur der Anschluss eines seriellen Kabels
(über welches evtl. auch die Stromversorgung abzuwickeln ist). Das
Gerät sollte sich dann völlig transparent wie ein serielles Kabel
mit Send-/Receive- Leitung und Masse verhalten. Zum Betrieb notwendig wäre
demnach Software- Flowcontroll womit ppp meines Wissens arbeiten kann.
Möglich wurde diese "Miniaturisierung" durch die Beschaffung
hochintegrierter Bauelemente, d.h. einer Laserdiode, einem Empfangschip
mit interner Logik sowie eines Zweikanal- TTL-RS232- Wandlerchips. Ein
paar Kondensatoren und Widerstände sind nur noch für den Abgleich
der Portgeschwindigkeit sowie der einzeln einzumessenden Laserdioden nötig.
Die von Tim beschafften Bauelemente müssten (theoretisch) eine Portgeschwindigkeit
von 115kBit/sec. verkraften. Tim hat ungleich teurere Chips für Frequenzen
von bis zu 200MHz bereits gesichtet. Deren Einbau lohnt sich jedoch nicht
für die Vernetzung mittels seriellem Port, da dieser in der Regel
nur für max. 115kBit vorgesehen ist.
Falls sich eine wirklich betriebsfeste Laserverbindung mit dieser recht
einfach zu realisierenden Technik herstellen lässt, hat Tim auch schon
die Entwicklung einer eigenen PC-Karte vorgeschlagen. Diese müsste
entweder einen Standart (z.B. NE2000) emulieren oder wir müssen jemanden
finden, der Treiber für Linux/FreeBSD schreibt. Dies ist jedoch Zukunftsmusik...
;-)
Bitte drückt die Daumen für unser Projekt und überlegt schonmal,
wer alles so eine Verbindung brauchen könnte. Die eingekauften Chips
wurden alle zum Preis von "Samples" (Muster) beschafft, der deutlich
über den 10er- Packungsgrössen liegt. Die Entwicklungskosten
(zerstörte Bauteile, ungeeignete Chips etc.) liegen übrigens
derzeit bei ca. 250,-. Die Kosten für zwei Lasergeräte für
eine Verbindung werden bei ca. 200,- liegen (ohne Beteiligung an den Entwicklungskosten).
Ein im Rahmen einer Diplomarbeit erstelltes Gerätepaar unserer Bauart
war übrigens imstande, über 50 Meter (Sichtverbindung) hinweg
ohne Fehlerkorrektur Wetterdaten an der FH Bochum (FB ET) zu übertragen.
Wenn Du bis hier alles gelesen hast, scheinst Du auch ein Interesse am
Projekt zu haben ;-) Wir brauchen noch eine Idee, wie wir den Laser sehr
genau positionieren. Unser jetziges Konzept sieht eine auf der Platine
zentrierte Laserdiode vor, die mit drei Schrauben an den Platinenecken
über starke Federn auf der Rückseite der Platine justiert werden
kann. Vermutlich wird dies für den Betrieb hier im Studentendorf
sinnvoll sein, allerdings ist für langreichweitige Übertragungen
(ab 20 Meter) die thermische Verformung der Kontruktion zu gross. Ausserdem
fehlt eine Idee, wie ein Gehäuse wetterfest für die Outdoor-Installation
herzustellen ist.
Ein kleines Rechenbeispiel zeigt, dass bei Benutzung einer handelsüblichen
M4 Maschinenschraube die Ungenauigkeit beim Justieren der Laser enorm ist:
Wir wollen hier ca. 20 Meter überbrücken, d.h. unter Verwendung
einer M4 wird der Laserstrahl bei einer halben Umdrehung einer Justierschraube
um mehr als 10 cm an der gegenüberliegenden Wand abgelenkt. Vermulich
wird uns die Genauigkeit hier im Dorf ausreichen, für grössere
Entfernungen bis 200 Meter wird jedoch über die Qualität der
Verbindung ausschliesslich die Justiergenauigkeit verantwortlich sein.
Hartmut Müller
Interessenten
wenden sich bitte an die laser@wallace.free.de
Mailingliste und können sich auch gleich eintragen lassen!